Saudi Arabien - Sudan / Huthis

Stand, 20. September 2026, (15.00 Uhr)

Am 20. September 2026 gibt es eine massive Eskalation der Huthi-Miliz gegen Saudi-Arabien, während im Fall des Sudans kein direkter militärischer Angriff der Huthis vorliegt, sondern eine starke politische und sicherheitspolitische Verflechtung.

Die aktuelle Lage im Detail:

🇸🇦 Saudi-Arabien: Direkte Raketen- und Drohnenangriffe

Die jemenitische Huthi-Miliz hat ihre Angriffe auf saudi-arabisches Staatsgebiet drastisch verschärft. 

  • Angriff auf Riad und Yanbu: Erst am Samstag (19. September) kam es zu einem schweren Beschuss der saudi-arabischen Hauptstadt Riad sowie von Aramco-Ölanlagen in Yanbu. Berichten zufolge stiegen nach Explosionen dichter Rauch und Flammen nahe dem Flughafen von Riad auf. Die Huthis reklamierten den kombinierten Einsatz von Marschflugkörpern, ballistischen Raketen und Drohnen für sich. 
  • Krise am Roten Meer: Dies folgt auf eine jüngste Blitzoffensive, bei der die Huthis die jemenitische Küste und wichtige Inseln an der Meerenge Bab al-Mandab eingenommen haben, was saudi-arabische Ölexporte massiv bedroht. Zudem gab es tagelang heftige Kontroversen um einen angeblichen (von den Huthis bestrittenen) Drohnenangriff in Richtung der heiligen Stadt Mekka. 
  • Reaktion: Die USA warnten vor einer rasanten Eskalation des Konflikts. Saudi-Arabien fliegt weiterhin heftige Vergeltungsluftschläge im Jemen und bemüht sich um internationale militärische Unterstützung (unter anderem durch den „Mekka-Pakt“ mit Partnern wie Ägypten und der Türkei). 

🇸🇩 Sudan: Keine Angriffe, aber geopolitische Verflechtung

Der Sudan wird nicht direkt von den Huthis aus dem Jemen angegriffen. Die Erwähnung des Sudans im aktuellen Kontext betrifft zwei andere Aspekte: 

  • Scharfe Verurteilung durch die sudanesische Regierung: Die sudanesische Führung unter der Armee von General al-Burhan hat die Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien (insbesondere den Vorfall nahe Mekka) aufs Schärfste verurteilt und Riad ihre volle Solidarität zugesichert. Sudan ist zudem Teil einer von Saudi-Arabien initiierten maritimen Allianz zum Schutz des Roten Meeres. 
  • Hintergrund-Achse über den Iran: Während der Sudan im eigenen Land einen verheerenden Bürgerkrieg gegen die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) führt (wo die sudanesische Armee gerade am 20. September eine RSF-Drohne im Blue Nile State abgeschossen hat), gibt es Berichte über iranische Waffenlieferungen an die sudanesische Armee. Da die Huthis ebenfalls eng mit dem Iran verbündet sind, warnen Beobachter vor einer zunehmenden Verknüpfung der Konflikte entlang der afrikanischen und arabischen Küsten des Roten Meeres.