Der deutsche Immobilienmarkt im Juli 2026 ist durch spürbar anziehende Immobilienpreise bei einem weiterhin drastischen Wohnungsmangel geprägt. Aktuelle Marktstudien – unter anderem des Genossenschaftsbankenverbands BVR – prognostizieren für das Gesamtjahr einen bundesweiten Preisanstieg von rund drei Prozent im Eigenheimsegment. Die Zinsen für Baufinanzierungen haben sich eingependelt, während das knappe Angebot und die mangelnde Neubautätigkeit die Preise vor allem in Ballungsräumen weiter stützen.  

Wichtigste Markttrends auf einen Blick

  • Preisentwicklung: Wohnimmobilien verteuern sich weiter, wobei die Preise der wirtschaftlichen Entwicklung und den Einkommen enteilen. Insbesondere Bestandswohnungen und Ballungszentren verzeichnen Zuwächse.  
  • Krise im Neubau: Der Wohnungsbau stockt massiv. Im Jahr 2026 werden voraussichtlich nur etwa 58 Prozent des tatsächlichen Bedarfs an neuen Wohnungen gedeckt.  
  • Zinsen und Anschlussfinanzierung: Die Bauzinsen bewegen sich stabil auf einem Niveau zwischen 3 und 4 Prozent. Die Befürchtung eines Immobiliencrashs durch auslaufende Zinsbindungen der vergangenen Dekade gilt unter Experten als unbegründet.  
  • Vorteil für Kapitalanleger: Investoren profitieren von einem starken Käufermarkt, steigenden Mieten und attraktiven Einstiegsrenditen. Eine aktuelle Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hebt zudem hervor, dass Vermieter in Deutschland steuerlich signifikant bessergestellt sind als Selbstnutzer.

Regionale Kaufpreise im Vergleich

Die regionalen Unterschiede bleiben enorm. Während ländliche und schrumpfende Regionen teilweise stagnieren, ziehen die Preise in den Top-Metropolen unaufhaltsam an. Die Daten von Portalen wie Dr. Klein und Schwäbisch Hall verdeutlichen das aktuelle Preisgefüge für Eigentumswohnungen im Bestand:

Stadt

Mittlerer Quadratmeterpreis (Bestand)

München

~ 8.476 € / m²

Frankfurt am Main

~ 6.116 € / m²

Hamburg

~ 5.560 € / m²

Berlin

~ 5.451 € / m²

Köln

~ 4.836 € / m²

Dresden

~ 2.867 € / m²

Dortmund

~ 2.431 € / m²

DEUTSCHLAND (Schnitt)

~ 3.043 € / m²

Staatliche Förderung

Für Kaufwillige gibt es leichte Entspannung an der Förderfront: Das beliebte KfW-Programm K455 (Häuserförderung), das eigentlich im Juni auslaufen sollte, wurde mangels vorherigem Abruf bis zum 31. Dezember 2026 verlängert, gilt jedoch nur, solange die Mittel reichen. Eine größere Reform und Zusammenlegung der KfW-Programme wird für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet.

Interessieren Sie sich für den Immobilienmarkt aus Sicht eines Käufers für die Eigennutzung oder planen Sie eine Investition als Kapitalanlage? Teilen Sie mir gerne auch eine bestimmte Region oder Stadt mit, um die Preisentwicklung gezielter zu betrachten.

*Angaben ohne Gewähr*