Verkäufer fordern oft einen Preis, der über dem objektiven Marktwert einer Immobilie liegt, weil emotionale Faktoren, finanzielle Zwänge und strategische Überlegungen zusammenwirken.

1. Psychologische Faktoren

  • Der Endowment-Effekt (Besitztumseffekt): Menschen schreiben Dingen, die sie besitzen, automatisch einen höheren Wert zu.
  • Emotionale Bindung: Erinnerungen, investierte Arbeit und Herzblut verzerren die objektive Wahrnehmung des Werts.
  • Wunschdenken: Die Hoffnung auf einen lebensverändernden Gewinn blockiert oft den Blick auf die Realität. 

2. Strategische Verhandlungsführung

  • Verhandlungsspielraum: Verkäufer erwarten, dass Käufer den Preis drücken wollen, und schlagen vorab einen Puffer auf.
  • Anker-Effekt: Ein hoher Einstiegspreis setzt ein psychologisches Signal, um das finale Gebot nach oben zu treiben. 

3. Finanzielle Zwänge und Fehlinformationen

  • Verlustvermeidung: Verkäufer wollen mindestens die eigenen Anschaffungskosten, Renovierungskosten oder die noch offene Restschuld der Bank decken. 
  • Falsche Vergleichswerte: Laien orientieren sich oft an den Wunschpreisen in Online-Portalen (Angebotspreise) statt an tatsächlich erzielten Verkaufspreisen. 
  • Gefälligkeitsgutachten: Manche Makler nennen bewusst unrealistisch hohe Preise, um den Verkaufsauftrag des Eigentümers zu gewinnen.

Möchten Sie eine bestimmte Immobilie bewerten lassen, oder planen Sie selbst einen Verkauf und suchen nach der richtigen Preisstrategie?

Sprechen Sie uns einfach an.