Jährliche Mietausfälle in Deutschland
Über einen Zeitraum von zwei Jahren summiert sich der reine Mietausfallschaden damit auf rund 4,4 Milliarden Euro.
Hier sind die wichtigsten statistischen Details und Entwicklungen der letzten zwei Jahre im Überblick:
Das Risiko im Detail:
- Betroffene Verträge: Nach Angaben des Eigentümerverbandes Haus & Grund bleiben knapp 3 Prozent der Mieter (mehr als 600.000 Personen) die Miete schuldig. Bei insgesamt etwa 30 Prozent aller Mietverhältnisse kommt es zumindest temporär zu Zahlungsstörungen.
- Der Gesamtschaden pro Fall: Ein reiner Mietausfall betrifft Vermieter oft über viele Monate (z. B. 6–9 Monate bis zu einem Räumungsurteil). Inklusive Anwalts-, Gerichts-, Räumungs- und anschließenden Renovierungskosten liegt der Gesamtschaden pro Ausfall im Schnitt bei 14.700 Euro. In zwei Dritteln aller Fälle beträgt allein der reine Mietausfallschaden mindestens 5.000 Euro.
- Kalkulatorisches Mietausfallwagnis: In der Immobilienwirtschaft und bei Wertermittlungen wird standardmäßig mit einem festen Risiko gerechnet. Dieses liegt bei 2 Prozent der Bruttomiete für Wohnraum und bei 4 bis 5 Prozent für Gewerbeimmobilien.
Aktuelle Trends und Ursachen (2025/2026)
Die angespannte wirtschaftliche Lage spiegelt sich auch in den jüngsten Daten wider. Laut dem Mietenreport 2026 des Deutschen Mieterbundes klagen 58 Prozent der Mieter über im Vorjahr gestiegene Wohnkosten. 29 Prozent der Mieter äußern aktuell die Sorge, ihre Miete in Zukunft nicht mehr rechtzeitig oder gar nicht mehr bezahlen zu können.
In einer großflächigen Vermieterbefragung von Haus & Grund gaben rund 23 Prozent der Vermieter an, dass Mietausfälle zu den konkreten Konflikten in ihren laufenden Mietverhältnissen gehören.
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