Sorgenbarometer Deutschland im September 2026 (05.09.2026)

Die Deutschen werden aktuell am meisten durch die Sorge vor ungesteuerter Migration, sozialer Ungerechtigkeit sowie durch anhaltende Inflation und wirtschaftliche Zukunftsängste unglücklich gemacht. 

Repräsentative Daten aus dem aktuellen Ipsos-Sorgenbarometer und dem ARD-DeutschlandTREND von Anfang September 2026 zeigen im Detail, welche Themen die Menschen am stärksten belasten: 

Die größten Sorgen- und Unglückstreiber

  • Migration und Zuwanderung: Dieses Thema steht nach jüngsten Krisen mit 32 Prozent auf Platz eins der Sorgenliste. Viele Bürger empfinden das Management der Zuwanderung als unzureichend.
  • Armut und soziale Ungleichheit: Direkt dahinter folgt die Angst vor sozialer Spaltung und dem persönlichen Abstieg mit 31 Prozent. Eine Mehrheit der Deutschen treiben laut aktuellen Studien der gesellschaftliche Wandel und die schwindende Solidarität um. 
  • Inflation und persönliche Finanzen: Die Teuerung im Alltag beläuft sich laut Ipsos Happiness Report auf den wichtigsten individuellen Unglücksfaktor (57 Prozent nennen die finanzielle Situation als Belastung). 30 Prozent sorgt die Inflation als gesamtgesellschaftliches Problem. 
  • Krise der Automobilindustrie & Wirtschaft: Obwohl Wirtschaftsinstitute leichte Hoffnungssignale senden, betrachten fast acht von zehn Deutschen die allgemeine Wirtschaftslage weiterhin kritisch. Die aktuellen Sparprogramme und Jobkrisen in der Schlüsselindustrie (z. B. bei Volkswagen) erzeugen starke Ängste um den Wirtschaftsstandort. 
  • Wohnungsnot: Die Sorge vor steigenden Mieten und dem Verlust bezahlbaren Wohnraums belastet die Menschen massiv. Laut dem aktuellen Mietenreport befürchtet jeder zweite Mieter, im Bedarfsfall keine bezahlbare Wohnung mehr zu finden. 

Massiver Frust über die Politik

Diese Alltagssorgen spiegeln sich in einer historischen Unzufriedenheit mit der politischen Führung wider: 84 Prozent der Wahlberechtigten äußern sich im September 2026 unzufrieden mit der Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung. Sowohl Bundeskanzler Friedrich Merz als auch Vizekanzler Lars Klingbeil verharren auf extrem niedrigen Zustimmungswerten, da ihnen die Bürger wenig Kompetenz bei der Lösung dieser Kernprobleme zutrauen.