Soziale Berufe "ohne Ausländer" undenkbar

Stand: 12. September 2026

Zum aktuellen Stand arbeiten in Deutschland deutlich über 420.000 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Krankenhäusern, Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten. Das Gesundheitssystem und die Altenpflege in Deutschland stützen sich massiv auf ausländische Fach- und Hilfskräfte; das gesamte Beschäftigungswachstum in diesen Branchen wird statistisch gesehen ausschließlich durch Zuwanderung getragen. 

Da die Bundesagentur für Arbeit und die Bundesärztekammer offizielle Daten mit einem gewissen Erfassungszeitraum erheben, teilen sich die jüngsten offiziellen Zahlen wie folgt auf:

📊 Die Pflegeberufe (Alten- und Krankenpflege)

In den reinen Pflegeberufen (Krankenhäuser sowie ambulante und stationäre Pflegedienste zusammen) arbeiten aktuell rund 353.000 ausländische Pflegekräfte

  • Gesamtanteil: Etwa 20 Prozent (jede fünfte Pflegekraft) in Deutschland besitzt keinen deutschen Pass.
  • Krankenhäuser und Kliniken: Hier arbeiten ca. 205.000 ausländische Kräfte, was einem Anteil von 17 Prozent entspricht.
  • Ambulante und stationäre Altenpflege: In den Pflegediensten und Heimen liegt die Quote mit 24 Prozent (ca. 148.000 Beschäftigte) sogar noch höher. 

🩺 Die Ärzteschaft (Krankenhäuser & Praxen)

Auch in der medizinischen Versorgung ist der Anteil signifikant gestiegen. Laut der aktuellsten Erhebungen der Bundesärztekammer sind rund 71.500 Ärztinnen und Ärzte ohne deutsche Staatsangehörigkeit in Deutschland tätig. 

  • Anteil: Dies entspricht gut 16 Prozent aller berufstätigen Mediziner in Deutschland. In Akutkrankenhäusern ist die Dichte oft noch höher – dort besitzt fast jeder vierte Arzt einen ausländischen Pass. 


💡 Hintergrund zur Entwicklung:
Im Jahr 2015 lag die Zahl der ausländischen Pflegekräfte in Deutschland noch bei unter 100.000. Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich diese Zahl also mehr als verdreifacht. Die stärksten Zuwächse verzeichnen Arbeitskräfte aus Drittstaaten (z.B. Bosnien und Herzegowina, Indien und Syrien), während die Migration aus der EU in diesem Sektor leicht rückläufig ist. 

Möchten Sie wissen, aus welchen spezifischen Herkunftsländern die meisten Arbeitskräfte stammen, oder interessieren Sie sich für die regionalen Unterschiede innerhalb der Bundesländer? Dann senden Sie uns einfach eine E-Mail an info@immobilien-henke.de.

 

Was wäre, wer wir keine Ausländer mehr in den sozialen Berufen hätten?

Wenn in Deutschland keine Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit mehr in sozialen und pflegerischen Berufen tätig wären, würde das deutsche Sozial- und Gesundheitssystem unmittelbar vor dem Zusammenbruch stehen.

Aktuelle Daten der Bundesagentur für Arbeit und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigen, dass ausländische Arbeitskräfte längst keine Ergänzung mehr sind, sondern das System stabilisieren. Seit dem Jahr 2022 wird das Beschäftigungswachstum in der Pflege ausschließlich durch ausländische Beschäftigte getragen, während die Zahl deutscher Pflegekräfte altersbedingt kontinuierlich sinkt. 

Ein plötzlicher Wegfall dieser Arbeitskräfte hätte drastische, konkrete Konsequenzen für die Gesellschaft:

1. Kollaps der Alten- und Krankenpflege

  • Unversorgte Pflegebedürftige: In der Altenpflege besitzt mittlerweile fast jede vierte Pflegekraft (ca. 24 Prozent) eine ausländische Staatsangehörigkeit. In Krankenhäusern und Kliniken liegt der Anteil bei rund 17 Prozent. Fielen diese rund 353.000 Pflegekräfte weg, müssten hunderte Pflegeheime und ambulante Dienste sofort schließen. 
  • Pflegenotstand im Alltag: Stationäre Betten in Kliniken müssten massiv abgebaut werden. Operationen und lebenswichtige Behandlungen würden sich monatelang verzögern, da Stationen wegen Personalmangels flächendeckend gesperrt werden müssten.

2. Versorgungskrise im ärztlichen Bereich

  • Unterversorgung auf dem Land: Ende 2024 besaßen bereits rund 15,6 Prozent aller Ärztinnen und Ärzte in Deutschland keinen deutschen Pass – in vielen ländlichen Regionen und kleineren Krankenhäusern hat sogar fast jeder vierte Mediziner einen Migrationshintergrund. Ohne sie ließe sich der Bereitschafts- und Notdienst in vielen Regionen nicht mehr aufrechterhalten. 

3. Betreuungsnotstand in Kitas und sozialen Einrichtungen

  • Schließung von Kitagruppen: Auch im Erziehungs- und Sozialwesen wächst der Anteil ausländischer Arbeitskräfte rasant. Ohne sie müssten Kitas ihre Öffnungszeiten drastisch verkürzen oder Gruppen komplett schließen.
  • Wirtschaftlicher Dominoeffekt: Wenn Eltern keine Betreuungsplätze mehr finden, müssten Hunderttausende ihre eigene Arbeitszeit reduzieren oder ganz aus dem Beruf ausscheiden. Das würde den ohnehin schweren Fachkräftemangel in der gesamten deutschen Wirtschaft massiv verschärfen.

4. Extreme Belastung für Familien

  • Rückzug ins Private: Die Pflege von Angehörigen würde komplett auf die Familien zurückfallen. Da ambulante Dienste ohne ausländische Kräfte kaum noch Kapazitäten hätten, stünden Millionen Erwerbstätige vor der Wahl, ihren Job aufzugeben oder zu reduzieren, um Eltern oder Großeltern selbst zu pflegen.

Direktvergleich: Die Pflegebranche mit und ohne ausländische Kräfte

Bereich Ist-Zustand (mit ausländischen Kräften) Szenario (ohne ausländische Kräfte)
Altenpflege Jede vierte Kraft (24 %) ist Ausländer; sichert den Betrieb von Heimen. Flächendeckende Schließungen von Heimen; ambulante Pflege wird zum Luxusgut.
Krankenhäuser 17 % des Pflegepersonals und über 15 % der Ärzte kommen aus dem Ausland. Triage und Bettenstopp; nur noch absolute Notfallversorgung möglich.
Arbeitsmarkttrend Einziges Wachstum der Branche speist sich aus dem Ausland. Rasanter Schrumpfungsprozess des gesamten Gesundheitssystems durch Überalterung.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Deutschland ist aufgrund des demografischen Wandels – einer immer älter werdenden Gesellschaft bei gleichzeitig schrumpfender einheimischer Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter – existenziell auf ausländische Fach- und Hilfskräfte angewiesen. Ein Verzicht auf sie würde zu einer sozialen und medizinischen Katastrophe führen. 

Möchtest du mehr darüber erfahren, aus welchen Herkunftsländern die meisten Arbeitskräfte in der Pflege stammen, oder interessieren dich die aktuellen gesetzlichen Regelungen zur Fachkräftezuwanderung?            Dann sende uns einfach eine E-Mail an Info@immobilien-henke.de.