Deutsche Unternehmen investieren im In- und Ausland

Stand: 13. Oktober 2026

Am Abend des 13. Oktober 2026 zeigt sich ein zweigeteiltes Bild bei den Investitionen deutscher Unternehmen: Während strukturelle Kosten (wie Energie und Löhne) viele Industriezweige zu massiven Auslandsinvestitionen treiben, bündeln Großkonzerne im Rahmen von Standort-Initiativen parallel Hunderte Milliarden Euro für den Verbleib in Deutschland. Die aktuelle Investitionsaktivität verteilt sich wie folgt: 

1. Aktuelle Großinvestitionen in Deutschland (Heimischer Markt)

Trotz globaler Herausforderungen investieren deutsche Leitsektoren vor allem in Technologietransformation, Ersatzbeschaffung und Infrastruktur: 

  • Das Wirtschaftsbündnis „Made for Germany“: Ein Zusammenschluss aus 147 deutschen Unternehmen und Investoren (darunter Schwergewichte wie Siemens und die Deutsche Bank gemeinsam mit Partnern wie BlackRock) hat sich verpflichtet, im Zeitraum bis 2028 insgesamt 850 Milliarden Euro direkt in den Standort Deutschland zu investieren. 
  • Mittelstand & Großindustrie: Im Zuge des Umbaus zur CO₂-neutralen Produktion fließen Milliarden in Schlüsselbranchen wie die Automobilindustrie, den Maschinenbau sowie die chemisch-pharmazeutische Industrie. Die Investitionen im Verteidigungssektor erleben 2026 zudem einen massiven Boom. 
  • Bosch Ventures: Der Venture-Capital-Arm von Bosch hat aktuell eine Aufstockung um 100 Millionen Euro verkündet, um gezielt in Technologie-Startups im Inland zu investieren. 
  • Infrastrukturprojekte: Mehr als 160 deutsche Firmen sind aktiv an Großprojekten wie dem Fehmarnbelt-Tunnel oder dem Ausbau von Wasserstoff-Hubs und LNG-Terminals an den deutschen Küsten beteiligt. 

2. Deutsche Direktinvestitionen im Ausland

Die deutschen Auslandsinvestitionen haben sich seit 2010 auf einen Gesamtbestand von über 1,68 Billionen Euro mehr als verdoppelt. Aktuell stehen vor allem zwei Regionen im Fokus deutscher Konzerne: 

  • China (Automobilbranche): Deutsche Automobilhersteller investieren im Jahr 2026 wieder verstärkt in China. Allein im ersten Halbjahr 2026 flossen 5,6 Milliarden Euro an zusätzlichen Direktinvestitionen dorthin – primär getrieben von dem Ziel, lokale Lieferketten abzusichern und Produktionskosten zu senken. 
  • Vereinigte Staaten (USA) & Schwellenländer: Die USA bleiben die kumulierte Nummer 1 für deutsche Auslandsgelder, insbesondere für die deutsche Chemiebranche, die fast die Hälfte (46,2 %) ihrer Auslandsinvestitionen dort bündelt. Dahinter verzeichnen Länder wie Indien, Mexiko und Polen (als wichtigster europäischer Produktionsstandort außerhalb Deutschlands) die dynamischsten Zuwächse. 

Hintergrund des aktuellen Investitionsverhaltens

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat am 13. Oktober 2026 seine Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft für das laufende Jahr deutlich auf 1,3 Prozent angehoben. Diese Widerstandsfähigkeit stabilisiert die Bilanzen (viele DAX-Konzerne steuern auf Rekordgewinne zu). Dennoch meldet die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), dass viele Betriebe im Inland primär in Rationalisierung und Ersatz investieren, während der tatsächliche Ausbau von neuen Kapazitäten wegen hoher lokaler Arbeits- und Energiekosten häufiger ins kostengünstigere Ausland verlagert wird.

 

Deutsche Unternehmen investieren im Ausland

Stand: 09. Oktober 2026

Aktuelle Wirtschaftsanalysen und Berichte von Anfang Oktober 2026 (unter anderem des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)) zeigen, dass deutsche Unternehmen ihre Investitionen im Ausland massiv ausgebaut und seit 2010 mehr als verdoppelt haben. Der Gesamtwert der deutschen Direktinvestitionen im Ausland belief sich laut den jüngsten Bundesbank-Daten auf 1.689 Milliarden Euro. 

Konkrete Summen und Branchen teilen sich schwerpunktmäßig auf folgende Zielregionen auf:

  • USA: Die Vereinigten Staaten stehen mit 27,3 Prozent aller deutschen Auslandsinvestitionen an der Spitze. Besonders stark investiert die Chemiebranche: Von insgesamt 118 Milliarden Euro an deutschen Chemie-Auslandsinvestitionen flossen 46,2 Prozent (knapp 55 Milliarden Euro) in die USA. Zudem wurden allein im Bundesstaat Texas über die letzten Jahre rund 12 Milliarden Dollar durch deutsche Betriebe investiert. 
  • China: Auf Platz drei liegt China mit einem Anteil von 6,5 Prozent, verzeichnete jedoch seit 2010 mit einem Plus von 281 Prozent den steilsten Zuwachs. Treiber ist hier vor allem die Automobilindustrie: Rund ein Viertel der weltweiten Auto-Auslandsinvestitionen (Gesamtwert: 142 Milliarden Euro) liegt in China – das entspricht etwa 35,5 Milliarden Euro. 
  • EU-Staaten: Auf die 27 EU-Mitgliedstaaten entfallen 38 Prozent der deutschen Direktinvestitionen. Hier gab es zuletzt vor allem eine Verschiebung im Bereich der Banken und Versicherungen: Der EU-Anteil an den ausländischen Finanzbeständen kletterte auf 43 Prozent.

Laut aktuellen Umfragen der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) planen derzeit 43 Prozent aller deutschen Industriebetriebe Investitionen im Ausland. Bei den Großunternehmen zieht sogar mehr als jedes zweite Unternehmen (rund 60 Prozent) eine Verlagerung in Betracht oder setzt diese bereits um, da die Produktions- und Arbeitskosten am Standort Deutschland als zu hoch empfunden werden.



Deutsche Unternehmen investieren im Ausland

Stand: 07. Oktober 2026

Aktuelle Analysen und Studien – wie die ganz frische Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sowie der jüngste DIHK-Report – zeigen eine deutliche Dynamik: Deutsche Unternehmen verlagern ihre Investitionen zunehmend in das Ausland, wobei vor allem die Automobil-, Chemie- und Maschinenbaubranche stark aktiv sind. 

Angetrieben wird diese Entwicklung maßgeblich von den historisch hohen Produktions- und Energiekosten am heimischen Standort. Laut DIHK planen aktuell 43 % aller deutschen Industrieunternehmen Investitionen außerhalb Deutschlands. 


Die wichtigsten Zielregionen im Überblick

Deutsche Direktinvestitionen im Ausland haben sich seit 2010 auf einen Gesamtwert von 1.689 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Die Gelder fließen dabei in sehr unterschiedliche Kernregionen: 

  • USA (Nordamerika): Mit einem Anteil von 27,3 % sind die Vereinigten Staaten das mit Abstand wichtigste Einzelzielland. Nahezu die Hälfte (46,2 %) aller deutschen Auslandsinvestitionen der ohnehin stark unter Kostendruck stehenden Chemiebranche fließt dorthin. 
  • Eurozone & EU-Staaten: Die europäischen Nachbarstaaten bleiben mit 38 % der Gesamtinvestitionen der größte Wirtschaftsraum für deutsche Firmen. Vor allem Banken und Versicherungen haben ihre Bestände in den letzten Jahren massiv aus den USA zurück in die EU verlagert. 
  • China: Auf China entfallen rund 6,5 % der Investitionsbestände. Hier stiegen die deutschen Investitionen seit 2010 um sage und schreibe 281 % – getrieben vor allem durch die Automobilindustrie, die ein Viertel all ihrer Auslandsgelder in China gebunden hat. 
  • Asien/Pazifik & Lateinamerika: Als Reaktion auf geopolitische Spannungen diversifizieren viele Unternehmen. Neben dem asiatisch-pazifischen Raum (ohne China) gewinnen auch Länder wie Mexiko und Brasilien rasant an Bedeutung für neue Produktionsstätten. 


Warum investieren deutsche Firmen im Ausland?

Die Motive haben sich in den letzten Jahren strukturell verschoben. Während früher primär die Erschließung neuer Absatzmärkte im Vordergrund stand, dominiert heute die reine Schadensbegrenzung bei den Ausgaben: 

  • Kosteneinsparungen: Für 41 % der Betriebe ist der immense Kostendruck in Deutschland (Energie, Bürokratie, Steuern) das Hauptargument für den Schritt ins Ausland – der höchste Wert seit 2003.
  • Zollbarrieren & Geopolitik: Der schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China zwingt Konzerne dazu, direkt in den jeweiligen Märkten zu produzieren ("Local for Local"), um Strafzöllen zu entgehen.
  • Sicherung von Fachkräften: Neben den Kosten treibt auch der demografische Mangel in Deutschland viele Unternehmen dazu, Entwicklungs- und IT-Zentren im Ausland aufzubauen. 

 

Deutsche Unternehmen investieren im Ausland

Stand: 04. Oktober 2026

Deutsche Unternehmen investieren angesichts hoher heimischer Produktionskosten verstärkt im Ausland. Eine aktuelle Sonderauswertung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) zeigt, dass 43 Prozent der Industriebetriebe in diesem Jahr Investitionen außerhalb Deutschlands planen. Die Treiber sind vor allem Kosteneinsparungen. Die wichtigsten aktuellen Einzelmeldungen und Trends zum 04. Oktober 2026 umfassen folgende Unternehmen und Entwicklungen: 

Aktuelle Eilmeldungen & Unternehmensinvestitionen

  • Bayer investiert Milliarden in den USA: Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer hat eine neue Großinvestition angekündigt. Das Unternehmen plant eine hochmoderne Produktionsstätte in New Albany, Ohio, und investiert dafür 2,2 Milliarden US-Dollar (ca. 1,95 Milliarden Euro). Dort soll die Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen und Fertig-Arzneimitteln gebündelt werden, was rund 600 Arbeitsplätze schafft. 
  • Evonik fokussiert auf Asien und Amerika: Der Spezialchemiekonzern Evonik treibt seine globale Transformation voran. Während in Deutschland im Zuge von Effizienzprogrammen bis Ende des Jahres rund 2.800 Stellen wegfallen, verlagert der Konzern seine strategischen Wachstumsinvestitionen gezielt nach Asien und Nordamerika. 
  • Gardena verlagert Kapazitäten: Der Ulmer Gartengeräte-Spezialist Gardena reduziert aufgrund des anhaltenden Kostendrucks Stellen im Inland und verlagert Teile der Produktion und dazugehörige Investitionen ins Ausland. 


Strategische Zielregionen im Überblick

Die geografischen Prioritäten der deutschen Wirtschaft verschieben sich laut DIHK-Daten in diesem Jahr spürbar: 

Zielregion Trend / Entwicklung
Eurozone Bleibt mit 64 Prozent der Nennungen das wichtigste Zielgebiet für deutsche Firmen.
China Erlebt ein deutliches Investitions-Comeback. Der Anteil investierender deutscher Industriefirmen stieg auf 34 Prozent. Allein im ersten Halbjahr flossen rund 5,6 Milliarden Euro mehr nach China als im Vorjahreszeitraum.
Asien/Pazifik (ohne China) Gewinnt massiv an Attraktivität und klettert als Zukunftsmarkt von 21 auf 26 Prozent, insbesondere getrieben durch neue Engagements in Ländern wie Indien.
Nordamerika Verliert durch Zollkonflikte und regulatorische Unsicherheiten an Boden; der Anteil der investitionswilligen Unternehmen sank von 48 auf 44 Prozent. Großprojekte wie das von Bayer bilden hier die Ausnahme.

 

Deutsche Unternehmen investieren im Ausland 

"5-Jahres-Bilanz"

Stand: 28. September 2026

Deutsche Unternehmen haben in den letzten fünf Jahren insgesamt rund 500 bis 600 Milliarden Euro im Ausland investiert, wobei sich das gesamte deutsche Auslandsbeteiligungskapital Ende 2025 auf einen Höchststand von 2,3 Billionen Euro belief. Im jährlichen Durchschnitt flossen dabei zuletzt meist zwischen 80 und 120 Milliarden Euro an Netto-Direktinvestitionen aus Deutschland ab. 

Entwicklung der jährlichen Auslandsinvestitionen

Die jährlichen Transaktionswerte schwankten in den vergangenen Jahren spürbar, was vor allem durch globale Unsicherheiten, gestiegene Energiekosten und die konjunkturelle Lage beeinflusst wurde: 

  • 2017 bis 2022: In dieser Phase lag der Spitzenwert laut Daten der Deutschen Bundesbank im Schnitt bei recht hohen 120 Milliarden Euro pro Jahr. 
  • 2024: Die Investitionen kühlten sich merklich ab und fielen auf rund 80 Milliarden Euro. 
  • 2025: Deutsche Unternehmen investierten rund 86 Milliarden Euro im Ausland. Dieser Wert liegt leicht unter dem langfristigen historischen Durchschnitt von etwa 95 Milliarden Euro seit der Jahrtausendwende. 

Wo wurde investiert?

Laut Analysen von Germany Trade & Invest (GTAI) und der Bundesbank verteilen sich die Bestände wie folgt:

  • Nordamerika (USA): Die USA bleiben das mit Abstand größte Zielland und machen zusammen mit dem Rest Amerikas rund 35 Prozent der gesamten deutschen Auslandsbestände aus. 
  • Europa: Innerhalb Europas ist Polen der bedeutendste Produktionsstandort, mit einem kräftigen Investitionsplus von 45 Prozent zwischen 2020 und 2023. 
  • Asien & Schwellenländer: Während der Investitionsbestand in China bei rund 84 Milliarden Euro liegt, verzeichneten Länder wie Indien (+39 Prozent), Mexiko (+70 Prozent) und Brasilien (+51 Prozent) in den letzten Jahren die dynamischsten Zuwächse.

 

Deutsche Unternehmen investieren im Ausland

Stand: September 2026

Deutsche Unternehmen haben im Jahr 2025 rund 86 Milliarden Euro im Ausland investiert. Für das laufende Jahr 2026 liegen naturgemäß noch keine finalen Jahreswerte vor; aktuelle Hochrechnungen der Deutschen Bundesbank zeigen jedoch volatile monatliche Nettoflüsse, die sich im Rahmen des langjährigen Durchschnitts von etwa 95 Milliarden Euro pro Jahr bewegen. 

Die Verteilung nach Ländern und Regionen zeigt eine deutliche Verschiebung, die stark von strategischen Interessen und Kosteneinsparungen getrieben ist. 


📊 Regionale Verteilung der Auslandsinvestitionen

Laut aktuellen Sonderauswertungen der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) sowie Analysen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) verteilen sich die Investitionsabsichten und -flüsse deutscher Unternehmen wie folgt: 

Region / Land Anteil / Volumen (Trends 2025 / 2026) Strategischer Fokus & Treiber
Eurozone & EU ca. 64 % der investierenden Firmen Bleibt die wichtigste Zielregion für Verlagerungen und Erweiterungen (primär aufgrund von Marktnahe und Rechtssicherheit).
USA / Nordamerika ca. 44 % (Rückgang von zuvor 48 %) Die USA halten historisch den größten Einzelbestand deutscher Direktinvestitionen (über 430 Mrd. Euro). Die Dynamik hat sich wegen geopolitischer Risiken und Zöllen unter der Trump-Administration jedoch leicht abgekühlt.
China ca. 7 Milliarden Euro (bzw. 34 % der Firmen) Deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren. Deutsche Unternehmen reagieren auf Pekings Lokalisierungszwang und investieren direkt vor Ort, um Marktanteile zu sichern und Zölle zu umgehen.
Asien / Pazifik (exkl. China) ca. 26 % der Unternehmen Gewinnt zunehmend an Bedeutung im Zuge von "China+1"-Strategien (insb. Indien verzeichnet signifikante Zuwächse bei Produktionsverlagerungen).


💡 Hauptmotive der Unternehmen

Die Treiber für die anhaltenden Milliardeninvestitionen jenseits der deutschen Grenzen haben sich merklich verschoben: 

  • Kostendruck als historischer Treiber: Rund 41 % der investierenden Industrieunternehmen geben Kosteneinsparungen als Hauptmotiv an – der höchste Wert seit 2003. Hohe Energiepreise, Bürokratie und Lohnkosten im Inland beschleunigen diesen Trend. 
  • Markterschließung vs. Verlagerung: Während früher die Erschließung neuer Kunden im Vordergrund stand, fließt das Kapital vermehrt in den Aufbau von Auslandskapazitäten, die direkt deutsche Inlands-Investitionen und Arbeitsplätze ersetzen. 

Möchten Sie tiefere Details zu einer bestimmten Branche (z. B. Automobilindustrie oder Maschinenbau) erfahren, oder interessieren Sie sich für die Gegenrichtung – also wie viel ausländisches Kapital nach Deutschland geflossen ist? Dann senden Sie uns einfach eine E-Mail an Info@Immobilien-Henke.de.