Entwicklung des Gewerbeimmobilienmarktes im Oktober 2026

Stand: 03. Oktober 2026

Der deutsche Gewerbeimmobilienmarkt befindet sich Anfang Oktober 2026 in einer Phase der preislichen Stabilisierung, die jedoch angesichts einer schwachen Binnenkonjunktur und anhaltend hoher Zinsen als fragil gilt. Die Phase der abrupten Marktschocks ist vorbei, und Käufer sowie Verkäufer bewegen sich in einem „New Normal“, bei dem sich die Preisvorstellungen schrittweise wieder annähern.

Das Gesamt-Investmentvolumen für Gewerbeimmobilien lag per Ende September bei 17,1 Milliarden Euro (von insgesamt 23,1 Mrd. Euro am gesamten Immobilien-Investmentmarkt). Die Situation variiert stark je nach Segment:


Entwicklung nach Segmenten

  • Büroimmobilien:
    • Der Markt steht unter Druck; die Kaufpreise gaben zuletzt laut Deutsche Bundesbank im Vorjahresvergleich um -1,2 % nach.
    • Hybrides Arbeiten dämpft den Flächenbedarf strukturell ab.
    • Gefragt sind fast ausschließlich moderne, energieeffiziente Premium-Objekte in Bestlagen.
  • Logistik- und Industrieimmobilien:
    • Dieses Segment zeigt sich robust und befindet sich in einer dynamischen Übergangsphase.
    • Zusätzliche Nachfrageimpulse kommen aus dem Defence-Sektor sowie von asiatischen Logistik-Nutzern.
  • Einzelhandelsimmobilien:
    • Die Preise blieben mit einem minimalen Rückgang von -0,2 % im Jahresvergleich weitgehend stabil.
    • Der Markt bleibt sehr selektiv. Der Fokus verschiebt sich in den Innenstädten weiter in Richtung Gastronomie, Freizeit und Nahversorgung.

Mietpreise & Renditen in den Top-Metropolen (A-Standorte)

Während die Kaufpreise in einigen Bereichen korrigiert haben, zeigen sich die Gewerbemieten auf hohem Niveau weitgehend stabil bis leicht steigend. Die Renditen legten über alle Segmente hinweg leicht zu.

Stadt Spitzenmiete Büro (ca.) Logistik Spitzenmiete (Schnitt A-Lagen) Besonderheiten
München 59,50 €/m² ~ 8,90 €/m² Teuerster Büro-Standort; stabil hoher Flächenumsatz.
Frankfurt 57,00 €/m² ~ 8,90 €/m² Büromieten legten um +4 % zu; Einzelhandel stabil (~35 €/m² im Schnitt).
Berlin 47,00 €/m² ~ 8,90 €/m² Hoher Flächenumsatz im ersten Halbjahr (+51 %); Einzelhandel in Top-Lagen bis 300 €/m².
Düsseldorf 46,00 €/m² ~ 8,90 €/m² Höchster Flächenumsatz im Logistikbereich zur Jahresmitte; Leerstandsquote Büro bei 12,4 %.
Hamburg 39,00 €/m² ~ 8,90 €/m² Marginale Preisrückgänge im Kern; starke Nachfrage in den Randlagen.

Aktuelle Markttrends im Oktober 2026

  • Zinsumfeld: Die Finanzierungszinsen bewegen sich weiterhin in einem Korridor von 3,5 % bis 4,5 %, gekoppelt an die Renditen von Staatsanleihen. Dies erhöht den Druck auf stark gehebelte Portfolios.
  • Renditeerwartung: Käufer agieren extrem selektiv. Institutionelle Investoren halten sich teilweise zurück, wodurch Family Offices (oft mit einer Investitionsobergrenze von 50 Millionen Euro) Marktanteile gewinnen.
  • Nachhaltigkeitsschere: Durch verschärfte energetische Sanierungsregeln müssen Immobilien mit schlechten Energieklassen (Klassen F–H) deutliche Preisabschläge hinnehmen.

 

Entwicklung des Gewerbeimmobilienmarktes

"Premium-FLächen in Top-Innenstadtlagen sind gefragt"

Stand: 03. Oktober 2026

Auf dem deutschen Gewerbeimmobilienmarkt zeigt sich im Herbst 2026 eine tiefgreifende Spaltung: Während ältere Bestände und periphere Lagen unter steigenden Leerständen und der wirtschaftlichen Stagnation leiden, sind moderne, nachhaltige Premium-Flächen (ESG-konform) in absoluten Top-Innenstadtlagen der sieben Metropolen („Big 7“) nach wie vor extrem gefragt.

Unternehmen reduzieren zwar oft ihre Gesamtfläche, investieren dafür aber gezielt in repräsentative, hochmoderne Standorte. Die höchste Nachfrage und Dynamik konzentriert sich aktuell auf folgende Städte und Lagen:

Die gefragtesten Städte (Top-Standorte)

Der Markt wird unverändert von den Top-Metropolen dominiert, wobei sich die Dynamik im Jahr 2026 stark verschoben hat:
  • München: Gilt weiterhin als der teuerste und stabilste Markt. Mit einer Spitzenmiete von 59,50 €/m² im Bürosegment führt die bayerische Landeshauptstadt das Preisranking in Deutschland an. Besonders der Technologiesektor und KI-Unternehmen treiben hier die Nachfrage.
  • Berlin: Verzeichnete im bisherigen Jahresverlauf 2026 einen massiven Zuwachs beim Flächenumsatz (+51 % im ersten Halbjahr). Trotz einer gestiegenen Leerstandsquote bleibt die Dynamik in der Hauptstadt durch internationale Mieter ungebrochen hoch.
  • Frankfurt am Main: Bleibt mit einer Spitzenmiete von 57,00 €/m² im Bürosegment die Nummer zwei. Die Nachfrage fokussiert sich stark auf das Bankenviertel, während die Gesamtaktivität im Vergleich zu den Vorjahren selektiver geworden ist.
  • Düsseldorf: Überraschte im dritten Quartal 2026 durch spektakuläre Großtransaktionen (wie den Teilverkauf der Deiker Höfe und des Dreischeibenhauses) und stemmte sich damit gegen den allgemein eher verhaltenen Investmenttrend.
  • Leipzig & Cottbus (Wachstumsmärkte): Abseits der Metropolen ziehen B-Städte im Osten stark an. Leipzig gilt 2026 wegen stabiler Renditen und demografischem Wachstum als absoluter Geheimfavorit. Cottbus gilt laut IW-Ranking aktuell sogar als dynamischste Stadt für Unternehmer.

Die gefragtesten Lagen und Nutzungsarten

Die Lagequalität wird im Jahr 2026 mehr denn je zum entscheidenden Kriterium („Flucht in die Qualität“):
  • Büroimmobilien: Zentrale Innenstadtlagen (CBD / Central Business District)
    • Nur absolute Top-Lagen (z.B. Frankfurter Bankenviertel, Münchner Altstadt, Berlin-Mitte) halten ihren Wert.
    • Nachgefragt werden ausschließlich hocheffiziente, „grüne“ Gebäude, die das Arbeiten vor Ort attraktiv machen. Periphere Lagen und ältere Baujahre drohen dagegen zu „stranded assets“ (unvermietbaren Objekten) zu werden.
  • Logistik und Industrie: Periphere Verkehrsknotenpunkte & Flughäfen
    • Hier sind gut angebundene Lagen an den Stadträndern der Metropolen extrem verknappt und heiß begehrt.
    • Im Raum Frankfurt sind beispielsweise Flächen rund um den Flughafen (Schwerpunktmieten um 8,00 €/m²) sowie direkt an den Hauptautobahnkreuzen Mangelware.
  • Einzelhandel: Premium-Einkaufsstraßen (1A-Lagen)
    • Der Strukturwandel setzt die Innenstädte zwar weiter unter Druck, doch die absoluten Spitzenlagen (z.B. Kaufingerstraße in München oder Königsallee in Düsseldorf) zeigen sich resilient.
    • Gefragt sind Verkaufsflächen, die Erlebniskonzepte ermöglichen. 

 

Entwicklung des Gewerbeimmobilienmarktes

Stand: 30. September 2026

Der deutsche Gewerbeimmobilienmarkt präsentiert sich im September 2026 in einer Phase der preislichen Stabilisierung mit einer leichten Erholung des Geschäftsklimas, bleibt jedoch aufgrund fehlenden konjunkturellen Rückenwinds und gestiegener Risikoprofile weiterhin fragil. Die Phase der abrupten Marktschocks ist weitgehend abgeschlossen. Die Marktteilnehmer bewegen sich im sogenannten „New Normal“, bei dem sich die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern schrittweise wieder annähern. 

Das vom Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ermittelte ZIA-IW-Immobilienklima zeigt für September 2026 eine moderate Verbesserung der aktuellen Geschäftslage. Das Transaktionsvolumen im ersten Halbjahr verzeichnete bundesweit ein Plus von acht Prozent auf rund 12,3 Milliarden Euro. 

Die Lage differenziert sich stark nach Assetklassen und regionalen Märkten:

Entwicklung nach Assetklassen (5 %-Studie 2026)

Die aktuelle 5 %-Studie von bulwiengesa verdeutlicht, dass die Renditeerwartungen (IRR-Basiswerte) in fast allen Segmenten aufgrund gestiegener Risikoanforderungen angezogen haben: 

  • Light Industrial & Logistik: Produktions- und Logistikimmobilien behaupten weiterhin die Renditespitze. Der IRR-Basiswert für Unternehmensimmobilien liegt stabil bei 6,17 Prozent, gefolgt von Gewerbeparks mit 5,27 Prozent. 
  • Büroimmobilien: Hier zeigt sich die Marktaufteilung besonders selektiv. Moderne, energieeffiziente Objekte in erstklassigen Innenstadtlagen (Core) stehen im Fokus der Investoren. Ältere Bestandsimmobilien in B- oder C-Lagen geraten ohne teure energetische Modernisierungen zunehmend unter Druck. Der IRR-Basiswert stieg in den A-Städten auf 4,32 Prozent. 
  • Einzelhandel & Shoppingcenter: Diese Assetklasse erzielt im Schnitt 4,96 Prozent, bleibt jedoch extrem abhängig von zukunftsfähigen Repositionierungsmaßnahmen. 

Regionale Unterschiede

Während sich Ballungsräume wie das Ruhrgebiet durch spezialisierte Zukunftsimmobilien (z.B. Life-Science- und Forschungsstandorte) robuste Impulse erhoffen, kämpfen andere Metropolen mit einer anhaltenden Kaufzurückhaltung. Auf dem Kölner Investmentmarkt brach das gewerbliche Transaktionsvolumen in den ersten drei Quartalen 2026 beispielsweise um 36 Prozent auf 320 Millionen Euro ein, da Angebot und Nachfrage dort preislich noch nicht zusammenfinden. 

 

Entwicklung des Gewerbeimmobilienmarktes

Stand: 26. September 2026

Der deutsche Gewerbeimmobilienmarkt präsentiert sich zum 26. September 2026 in einer Phase der fortgeschrittenen Stabilisierung, die jedoch von einer starken Zweiteilung (Polarisierung) und strukturellen Verschiebungen geprägt ist. Nach den drastischen Preiskorrekturen der vergangenen Jahre haben sich die Immobilienbewertungen weitgehend eingependelt, und das Transaktionsvolumen verzeichnet im Vorjahresvergleich wieder einen leichten Aufwärtstrend. 

Die wichtigsten Entwicklungen und Trends im Überblick:

1. Steigendes Investmentvolumen und Preisfindung

Der Markt gewinnt nach der langen Durststrecke wieder an Dynamik. Käufer und Verkäufer nähern sich bei ihren Preisvorstellungen zunehmend an. 

  • Transaktionsvolumen: Im ersten Halbjahr 2026 wurden laut Marktdaten rund 12,3 Milliarden Euro mit Gewerbeimmobilien umgesetzt – das entspricht einem Plus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 
  • Geschäftsklima: Das aktuelle ZIA-IW-Immobilienklima für September 2026 zeigt eine leichte Erholung; die Bewertung der aktuellen Geschäftslage ist moderat gestiegen. Ein breiter, gleichmäßiger Boom bleibt wegen des fehlenden konjunkturellen Rückenwinds und des veränderten Zinsumfelds jedoch aus. 

2. Die „Flucht in die Qualität“ (Flight to Quality)

Der Markt entwickelt sich 2026 nicht mehr gleichmäßig, sondern selektiv. Qualität, exzellente Mikrolagen und strikte ESG-Konformität (Energieeffizienz und Nachhaltigkeit) entscheiden über den Erfolg einer Immobilie. 

  • Top-Objekte (Core): Hochwertige Flächen in zentralen Lagen (Prime-Lagen) sind extrem gefragt. In diesen Segmenten wird für die kommenden Jahre sogar mit einem jährlichen Mietwachstum von rund 2,5 Prozent gerechnet. 
  • Peripherie & Altbestand: Immobilien in Nebenlagen oder solche mit schlechter energetischer Bilanz stehen stark unter Druck. Hier steigen die Leerstände, und die Mieten stagnieren oder sinken. 

3. Sektorale Unterschiede: Büro, Logistik und Einzelhandel

  • Büromarkt: Aufgrund des extrem niedrigen Neubautitels (der seit 2024 auf dem Tiefststand der letzten zehn Jahre verharrt) herrscht in den Metropolen ein Mangel an modernen Flächen. Große Projektentwickler setzen daher massiv auf die Revitalisierung und Modernisierung von Bestandsgebäuden im laufenden Betrieb. Ein aktuelles Beispiel im Herbst 2026 ist das bankenhistorische Palais Roßmarkt in Frankfurt, bei dem trotz schwieriger Gesamtlage Spitzenmieten von über 65 Euro pro Quadratmeter angestrebt werden.
  • Logistikmarkt: Nach dem extremen Boom während der Pandemie hat sich der Logistiksektor auf einem soliden, nachhaltigen Niveau eingependelt.

4. Risiken durch Anschlussfinanzierungen

Ein bestimmender Faktor im Herbst 2026 sind auslaufende Finanzierungen, die noch in der alten Niedrigzinsphase abgeschlossen wurden. Höhere Anschlusszinsen, kombiniert mit den gesunkenen Immobilienbewertungen und strengeren Kreditvergaben der Banken, führen bei einigen Eigentümern zu Deckungslücken. Experten rechnen daher in den kommenden Monaten mit vermehrten Notverkäufen, was wiederum neue Investitionsmöglichkeiten für eigen kapitalstarke Käufer schafft. 

 

Entwicklung des Gewerbeimmobilienmarktes

"Büro- und Laden-Leerstandsflächen"

Stand: 26. September 2026

Für den exakten Stichtag des 26. September 2026 gibt es keine tagesaktuellen Live-Zähler, da diese Immobiliendaten quartalsweise erfasst werden. Die aktuellsten Branchenberichte und offiziellen Schätzungen für das Jahr 2026 zeichnen jedoch ein sehr präzises Bild der aktuellen Lage:

🏢 Büroleerstand in Deutschland

Der Leerstand bei Büroflächen hat im Jahr 2026 einen historischen Höchststand erreicht. Hauptgründe sind der anhaltende Trend zum Homeoffice sowie die wirtschaftliche Stagnation. 

  • In den Top-Städten (Big 7): Laut aktuellen Analysen beläuft sich der Leerstand in den wichtigsten deutschen Bürohochburgen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Essen) zur Jahresmitte 2026 auf insgesamt rund 9,1 Millionen Quadratmeter. 
  • Die durchschnittliche Leerstandsquote in den Top-Märkten liegt bei rund 8,5 % bis 9,2 %. Besonders hoch ist die Quote in Düsseldorf (12,4 %) und Frankfurt (11,8 %). 
  • Bundesweit: Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) geht bezogen auf alle 127 relevanten deutschen Büromärkte von insgesamt etwa 11 Millionen Quadratmetern leerstehender Bürofläche aus. Weitere Schätzungen von Regierungsseite nannten zuletzt sogar eine Zahl von über 12 Millionen Quadratmetern. 

🛍️ Ladenleerstand (Einzelhandel)

Im Einzelhandel drückt sich der Leerstand primär im kontinuierlichen Rückgang von Ladengeschäften („Ladensterben“) in den Innenstädten aus. 

  • Ladensterben 2026: Der Handelsverband Deutschland (HDE) prognostiziert für das Gesamtjahr 2026 den Verlust von weiteren 4.900 Geschäften (unter Berücksichtigung von Neueröffnungen). Damit sinkt die Gesamtzahl der stationären Ladenlokale in Deutschland erstmals seit der Wiedervereinigung auf unter 300.000 (erwartet werden ca. 296.600 Läden). 
  • Leerstandsquote in Einkaufsstraßen: Laut dem aktuellen Highstreet Report 2026 stehen in den deutschen Haupteinkaufsstraßen durchschnittlich 9,1 % aller Ladeneinheiten leer. 

 

Entwicklung des Gewerbeimmobilienmarktes

Stand: 20. September 2026

Der deutsche Gewerbeimmobilienmarkt präsentiert sich zum 19. September 2026 in einer Phase der fortgeschrittenen Stabilisierung, die jedoch von einer ausgeprägten Heterogenität und strukturellen Verschiebungen geprägt ist. Nach den drastischen Preiskorrekturen der vergangenen Jahre haben sich die Bewertungen weitgehend eingependelt. Das Transaktionsvolumen verzeichnet im Vorjahresvergleich einen leichten Aufwärtstrend, allerdings agiert der Markt aufgrund fehlender konjunkturellen Rückenwinds und gestiegener Finanzierungskosten weiterhin verhalten. 

Das aktuelle ZIA-IW-Immobilienklima (Stand September 2026) zeigt eine leichte Erholung: Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage stieg um 2,4 Punkte auf 10,2 Punkte, während die Erwartungen zwar zulegten, mit minus 7,1 Punkten jedoch im negativen Bereich verharren. 


📊 Die Segmente im direkten Vergleich

Die Entwicklung verläuft je nach Assetklasse extrem unterschiedlich. Die folgende Übersicht fasst die aktuelle Lage zusammen:

Segment Immobilienklima / Stimmung Aktuelle Marktlage & Trends
Büroimmobilien 9,4 Punkte
(Erwartungen drehen mit +5,0 wieder ins Positive)
Stabilisierung durch Langfristmietverträge und solide Nachfrage im Dienstleistungssektor. Es herrscht eine extreme Selektivität ("Flight to Quality"): Moderne, ESG-konforme Top-Objekte in Bestlagen sind gefragt, während ältere Bestandsbauten in Nebenlagen stark unter Druck stehen.
Handelsimmobilien 4,9 Punkte
(Uneinheitlicher Trend; Erwartungen bei -6,0)
Zweigeteilter Markt: Der Flächenbedarf im Lebensmitteleinzelhandel und Nahversorgungsbereich wächst kontinuierlich. Demgegenüber leidet der stationäre Non-Food-Handel in den Innenstädten unter anhaltender Kaufzurückhaltung und sinkender Nachfrage.
Projektentwicklung -6,9 Punkte
(Geschäftslage mit -25,5 Punkten weiterhin am Boden)
Der krisengeschütteltste Bereich. Hohe Bau-, Energie- und Dekarbonisierungskosten belasten die Entwickler. Ein Hoffnungsschimmer: Die Erwartungen sind auf 13,7 Punkte gestiegen (höchster Wert seit Quartalen), was auf eine zyklische Bodenbildung hindeutet.


⚠️ Die zentralen Investitionshemmnisse im Markt

Laut aktuellen Umfragen der Immobilienwirtschaft bremsen vor allem regulatorische und makroökonomische Faktoren die Dynamik: 

  • Bürokratie & Regulierung: 88 % der Marktteilnehmer beklagen zu lange Planungs- und Genehmigungsverfahren. 87 % sehen die anhaltenden politischen Diskussionen um weitere Regulierungen als massives Hindernis. 
  • Finanzierungsumfeld: Der jüngste Zinsanstieg (bedingt durch geopolitische Unsicherheiten wie den Iran-Krieg) hat die Zinsen für gewerbliche Finanzierungen und Bauzinsen im September auf ein Hoch von rund 4,25 % bis 4,5 % getrieben, was die Kreditvergabe der Banken verschärft.
  • ESG & Dekarbonisierung: Der Druck zur energetischen Sanierung ist hoch. Die Schere bei den Kaufpreisen und Mieten zwischen nachhaltigen Objekten (Energieklasse A+/A) und unsanierten Beständen (D/E) vergrößert sich rasant. 

Möchten Sie die Lage für eine bestimmte Region / Stadt (z.B. Frankfurt, Berlin, München) vertiefen oder interessieren Sie sich für konkrete Kennzahlen zu einer spezifischen Assetklasse wie Logistik- oder Unternehmensimmobilien? Dann senden Sie uns einfach eine E-Mail an Info@Immobilien-Henke.de.

 

Entwicklung des Gewerbeimmobilienmarktes

Stand: 18. September 2026

Die Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes für Mietwohnungen zeigt sich am 17. September 2026 weiterhin von einer anhaltend hohen Dynamik und einer spürbaren Verschärfung der Angebotsknappheit geprägt. Während sich die Kaufpreise nach den Korrekturen der Vorjahre in einem „New Normal“ stabilisieren, stehen die Mietmärkte aufgrund des einbebrochenen Neubaus unter enormen Druck. 

Die wichtigsten Trends im Überblick

  • Fortlaufender Mietenanstieg: Die Neuvertragsmieten für Mehrfamilienhäuser steigen bundesweit kräftig an (zuletzt um 3,2 % im Jahresvergleich laut vdp-Index). Die Kombination aus geringer Neubautätigkeit und einer ungebrochenen Nachfrage stützt dieses Wachstum nachhaltig. 
  • Verschiebung ins Umland („Regionale Schere“): Die stärksten Mietpreissprünge spielen sich aktuell nicht mehr primär in den ohnehin extrem teuren „Top-7“-Metropolen ab (wo das Plus im Jahresvergleich bei moderateren 1,5 % liegt). Stattdessen verzeichnen die übrigen Großstädte (+4,9 %) und deren direktes Umland die höchste Dynamik. 
  • Regionale Spitzenreiter und Ausreißer: Im Städtevergleich meldet Köln mit einem Plus von 7,9 % den bundesweit stärksten Mietanstieg. Demgegenüber steht Düsseldorf als einzige Großstadt, die im jüngsten Quartalsvergleich leicht nachgebende Neuvertragsmieten verzeichnet. 
  • Kluft zum Mietspiegel: In Großstädten wie Berlin zeigt sich eine extreme Diskrepanz zwischen Bestands- und Neuvertragsmieten. Eine aktuelle immowelt impuls-Analyse verdeutlicht, dass die Angebotsmieten in vielen Ortsteilen um 50 bis 64 % über den regulären Mietspiegelwerten liegen. Dies führt zu einer spürbaren Blockade am Markt: Familien bleiben in zu kleinen Wohnungen, da ein Umzug in eine kleinere Wohnung oft teurer wäre als ihr bestehender Altvertrag. 

Treiber der Entwicklung

  1. Dramatischer Wohnungsmangel: Weil die Baukosten und Finanzierungshürden hoch bleiben, deckt die Neubautätigkeit in Deutschland nur zu etwa 58 % den tatsächlichen Bedarf. 
  2. Demografischer Wandel: Der Trend zu Single- und Einpersonenhaushalten hält unvermindert an. Diese machen mittlerweile über 42 % aller Haushalte aus, was den Bedarf an Wohnfläche pro Kopf zusätzlich in die Höhe treibt. [Ä
  3. Zögerliche Hoffnung im Wohnungsbau: Immerhin hellt sich das Geschäftsklima im Wohnungsbau laut ifo Institut im Spätsommer 2026 leicht auf (Anstieg von minus 29,0 auf minus 22,7 Punkte), was vor allem an einer verbesserten Materialversorgung und leicht gestiegenen Baugenehmigungen liegt. Dennoch klagen weiterhin über 41 % der Betriebe über Auftragsmangel. 

Für Investoren und Vermieter bleiben Wohnimmobilien zwar ein defensiver „Stabilitätsanker“ im Portfolio, die erzielbaren IRR-Renditen liegen mit Werten zwischen 2,98 % (in A-Städten) und 3,38 % (in Universitätsstädten) im Vergleich zu Gewerbe- oder Logistikimmobilien jedoch auf einem moderaten Niveau. 

Möchten Sie nähere Informationen zu den Mietpreisentwicklungen in einer bestimmten Stadt oder Region erhalten oder interessieren Sie sich für die Details zu den Renditeerwartungen für Kapitalanleger? Dann senden Sie uns einfach eine E-Mail an Info@Immobilien-Henke.de.

 

Gewerbeimmobilienmarkt im September 2026

Der deutsche Gewerbeimmobilienmarkt im September 2026 befindet sich in einer Phase der fortgeschrittenen Stabilisierung und ausgeprägten Heterogenität. Nach den massiven Preiskorrekturen der Vorjahre haben sich die Bewertungen weitgehend eingependelt. Es zeigt sich ein deutlicher Aufwärtstrend beim Transaktionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr, allerdings agiert der Markt weiterhin ohne nennenswerten konjunkturellen Rückenwind. Es gilt das Prinzip der Selektivität: Die Schere zwischen modernen ESG-konformen Top-Objekten und älteren Bestandsbauten in Nebenlagen geht immer weiter auseinander. 


📊 Der Investmentmarkt in Zahlen (Stand Herbst 2026)

Die Zahlen der großen Marktreports (wie JLL oder Cushman & Wakefield) zeigen für das bisherige Jahr 2026 eine spürbare Belebung: 

  • Transaktionsvolumen: Im ersten Halbjahr 2026 lag das gewerbliche Transaktionsvolumen bei rund 17,6 Milliarden Euro (+15 % im Vorjahresvergleich). Für das Gesamtjahr 2026 wird mit 35 bis 40 Milliarden Euro gerechnet. 
  • Deals & Akteure: Großtransaktionen über 100 Millionen Euro nehmen wieder zu (+29 % bei Einzeldeals). Angetrieben wird der Markt stark von ausländischen Investoren (44 % Marktanteil) sowie heimischen Family Offices und Privatkapital, während institutionelle Anleger (Versicherungen) noch zurückhaltend agieren. 
  • Renditen: Die Spitzenrenditen für Büroimmobilien in den Top-7-Metropolen haben sich leicht erhöht und liegen im Schnitt bei ca. 4,46 %, während Renditen für B-Lagen und ältere Objekte deutlich höher ausfallen (Schnitt teils bei über 7,8 %). 


🔎 Die Assetklassen im direkten Vergleich

Assetklasse Marktlage & Trends im September 2026 Spitzenmieten & Leerstand (Top-Standorte)
🏢 Büro Stark polarisiert. Moderne, energieeffiziente Flächen in zentralen Lagen boomen trotz Homeoffice-Trend. Ältere Flächen ohne ESG-Zertifizierung erleiden massive Preisabschläge und treiben den Leerstand nach oben. • Leerstandsquote: >8-9 % im Durchschnitt
• Spitzenmiete (z. B. Frankfurt): bis zu 57,00 €/m²
📦 Logistik & Industrie Stabil auf Wachstumskurs. Profitiert weiterhin vom E-Commerce und resilienten Lieferketten. Besonders gefragt sind auch alternative Gewerbeformen wie Data Center (Rechenzentren) und Life-Science-Objekte. • Transaktionsplus: +22 % im Jahresvergleich
• Flächenmangel in Ballungsräumen stützt Mietpreise.
🛍️ Einzelhandel Unter strukturellem Druck. Die Konsumzurückhaltung und der Wandel der Innenstädte belasten den Markt. Stabil zeigen sich nur Fachmärkte, der Lebensmitteleinzelhandel sowie absolute Spitzenlagen in Tourismus-Hotspots. • Spitzenmieten in Top-Lagen: stagnieren seit ca. 3 Jahren auf hohem Niveau (ca. 250

💡 Die 3 wichtigsten Markttreiber 2026

  • 1. Die „ESG-Kluft“ und Energieeffizienz:
    Nachhaltigkeit ist das Kriterium Nummer eins im Herbst 2026. Immobilien mit schlechten Energiewerten drohen zu „Stranded Assets“ (unvermietbaren Altlasten) zu werden und verzeichnen Kaufpreisabschläge von 20 % bis 40 %. Grüne Immobilien sind hingegen die liquidesten Vermögenswerte. 
  • 2. Ende der Zinskorrektur:
    Nach den Zinssenkungen der EZB haben sich die Finanzierungskosten im Bereich um 3 % eingependelt. Der Markt hat sich an dieses Niveau gewöhnt. Es gibt wieder Planungssicherheit, was die Preisfindung zwischen Käufern und Verkäufern massiv erleichtert. 
  • 3. Trend zur Umnutzung:
    Da der klassische Büroflächenbedarf vielerorts sinkt, entstehen neue Chancen durch die Umwandlung von leerstehenden Büro- oder Kaufhausschwerpunkten in gemischt genutzte Quartiere (Wohnen, Bildung, Praxen). 

Falls Sie eine bestimmte Region im Blick haben: Möchten Sie wissen, wie sich die Gewerbelage in einer spezifischen Top-Stadt (z. B. Berlin, Frankfurt oder München) entwickelt, oder interessiert Sie eine konkrete Nutzungsart wie Rechenzentren oder Logistikparks genauer? Dann senden Sie uns einfach eine E-Mail an Info@Immobilien-Henke.de.