Lage in Russland "Wirtschaft, Militär und Menschen"
"News of the day"
Stand: 15. Oktober 2026
Am 15. Oktober 2026 ist die globale militärische, wirtschaftliche und humanitäre Lage durch zwei miteinander verflochtene Großkonflikte – den anhaltenden Ukraine-Krieg und die Eskalation im Nahen Osten – sowie durch erhebliche geopolitische Verschiebungen in den USA und Europa geprägt.
1. Militärische Lage
- Ukraine-Krieg: Russland führt seinen Angriffskrieg fort, steht jedoch an der Front unter erheblichem Druck. Die ukrainische Armee attackiert vermehrt strategische Ziele tief im russischen Hinterland. Aktuell wurde ein großangelegter ukrainischer Drohnenangriff auf eine Ölraffinerie in Rjasan (südlich von Moskau) gemeldet. Gleichzeitig hat Russland rund 25 % seiner Ölraffineriekapazitäten eingebüßt und bereitet eine Mobilmachung von 300.000 zusätzlichen Soldaten vor. Kiew wird weiterhin massiv aus der Luft angegriffen, teils ohne Vorwarnung durch westliche Verbündete. Dennoch betont die Kiewer Führung unter Vitali Klitschko, dass die russische Armee die Hauptstadt niemals einnehmen wird. An der Front im Donbass wird erbittert gekämpft.
- Nahost-Konflikt (Iran-Krieg): Die Situation zwischen den USA, Israel und dem Iran ist extrem angespannt. Die US-Regierung unter Donald Trump erwägt angesichts der Eskalation den Einsatz schwerster konventioneller Waffen ("Mutter aller Bomben"). Unterdessen haben die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen erneut den internationalen Flughafen in Riad (Saudi-Arabien) angegriffen. Dies erhöht den Druck auf die USA, militärische Hilfe für Saudi-Arabien zu leisten.
2. Wirtschaftliche Lage
- Energie und Rohstoffe: Der Iran-Krieg sorgt für massive Verwerfungen am globalen Ölmarkt. Während die Schäden an saudi-arabischen Ölanlagen den Weltmarkt destabilisieren, verzeichnen westliche Energiekonzerne wie TotalEnergies historische Gewinnsprünge, da sich die Raffineriemargen wegen der Krise vervielfacht haben. Die Huthi-Rebellen verfolgen explizit das Ziel, die Kosten für die Weltwirtschaft in die Höhe zu treiben.
- Politische Weichenstellungen (USA & EU): In den USA stehen die Zwischenwahlen (Midterms) kurz bevor. US-Präsident Trump drängt auf eine diplomatische Beendigung des Ukraine-Kriegs und hat eine begrenzte "Energie-Waffenruhe" verkündet, die vom Kreml jedoch noch nicht offiziell bestätigt wurde. Mögliche US-Hilfskürzungen setzen Europa enorm unter Druck. In Brüssel haben zeitgleich die Verhandlungen über den neuen EU-Haushalt begonnen. Bundeskanzler Friedrich Merz fordert Kürzungen um mehrere hundert Milliarden Euro, während Spitzenpolitiker wie Franziska Brantner (Grüne) vor einem Scheitern warnen und mehr Investitionen in europäische Verteidigung und Wettbewerbsfähigkeit verlangen.
- Eigentum in Russland: Der Kreml geht verstärkt gegen europäische Unternehmen vor und stellt diese unter Zwangsverwaltung, um wirtschaftlichen Druck auf den Westen auszuüben.
3. Lage der Menschen
- In der Ukraine: Die Zivilbevölkerung leidet massiv unter den anhaltenden russischen Angriffen auf die kritische Infrastruktur (Heizkraftwerke und Energieanlagen). Angesichts des bevorstehenden Winters wächst die Not durch den Ausfall von Strom und Wasser drastisch. Um den tödlichen Angriffen in den Großstädten zu entkommen, flüchten immer mehr Menschen in ländliche Regionen (auf die traditionellen Datschas).
- Im Nahen Osten: Das Rote Kreuz warnt vor einer humanitären Katastrophe für Millionen von Menschen. In Ländern wie dem Jemen sind die Kliniken völlig überlastet und können die Masse an Kriegsverletzten kaum noch versorgen. Zudem beeinträchtigen die Angriffe auf die zivile Infrastruktur, wie den Flughafen in Riad, den internationalen Reiseverkehr; unter anderem sitzt die deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche vor Ort fest.
Fazit:
Zusammenfassend lässt sich die globale Lage am 15. Oktober 2026 als eine Phase extremer geopolitischer und wirtschaftlicher Instabilität beschreiben.
Die Weltwirtschaft steht unter dem Druck massiver Energieverwerfungen im Zuge des Iran-Konflikts, während Europa durch mögliche US-Hilfskürzungen unter Trump und harte Haushaltsdebatten gezwungen ist, militärisch und wirtschaftlich auf eigenen Beinen zu stehen. Für die Menschen in den Krisengebieten der Ukraine und des Nahen Ostens spitzt sich die humanitäre Lage angesichts zerstörter Infrastruktur und des bevorstehenden Winters dramatisch zu.
Lage in Russland "Wirtschaft und Militär"
Stand: 10. Oktober 2026
Die aktuelle wirtschaftliche und militärische Lage in Russland am 10. Oktober 2026 zeigt ein System unter extremem Hochdruck. Während die Kriegswirtschaft strukturelle Risse aufweist, profitiert Moskau geopolitisch von neuen Energiegeschäften und einer verlagerten Aufmerksamkeit der USA, was sich zeitgleich in einer massiven Intensivierung der Luftangriffe an der Front niederschlägt.
📈 Wirtschaftliche Lage: Öl-Rallye und Trumps Diesel-Deal
Trotz massiver westlicher Sanktionen und einer unter Inflation leidenden Binnenwirtschaft erfährt die russische Wirtschaft im Herbst 2026 eine unerwartete Stabilisierung durch den globalen Energiemarkt.
- Der US-Diesel-Deal: Für internationales Aufsehen sorgt eine aktuelle Vereinbarung zwischen US-Präsident Donald Trump und Wladimir Putin. Angesichts hoher US-Spritpreise kündigte Trump den Import von zunächst 300.000 Tonnen Diesel aus Russland für die USA und den Weltmarkt an. Die Ukraine verurteilte dieses Abkommen scharf als wirtschaftliche Lebensader für Moskaus Aggression.
- Profiteure des Nahostkonflikts: Der im Spätsommer 2026 eskalierte Iran-Krieg hat den Preis für die Rohölsorte Brent auf über 100 USD pro Barrel katapultiert. Dies spült trotz des Preisdeckels für russisches Ural-Öl (das Ende 2025 bei 56 USD lag) erhebliche Devisen in den Kreml.
- Innere Instabilität und Kriegswirtschaft: Hinter den Kulissen bleibt die Wirtschaft fragil. Das BIP-Wachstum ist für 2026 auf magere 0,4 % prognostiziert (nach rund 1 % im Vorjahr). Der Leitzins steht bei drastischen 14 %, und Steuern (wie die Mehrwertsteuer auf 22 %) wurden erhöht, um den Militäretat zu stützen.
- Raffinerie-Krise: Die ukrainischen Drohnenangriffe der vergangenen Monate zeigen Wirkung: Fast ein Drittel der russischen Raffineriekapazitäten steht still, was im Inland zu spürbarem Benzinmangel führt. Um die Agrarpreise zu stabilisieren, bereitet Russland für Ende Oktober staatliche Interventionen am Getreidemarkt vor.
🪖 Militärische Lage: Strategie des Terrors und US-Schwachstelle
Militärisch nutzt Russland im Oktober 2026 eine kritische Phase aus, in der das US-Militär aufgrund von Krisen in der Golfregion Ressourcen abziehen musste.
- Verstärkter Luftterror: Moskau führt derzeit eine massive und brutale Luftkampagne gegen ukrainische Städte und die Rüstungsindustrie. Unter Einsatz eines Mixes aus Drohnen, Marschkörpern und schwer abfangbaren ballistischen Raketen meldeten die Behörden allein in den letzten zwei Tagen dutzende zivile Todesopfer, unter anderem bei verheerenden Einschlägen in Kramatorsk und Pryluky. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen warf Russland eine gezielte „Strategie des Terrors“ vor.
- Rüstungsvorteil bei Raketen: Während die Ukraine bei der Produktion und dem Einsatz von Langstrecken-Drohnen fast gleichgezogen hat und erfolgreich russische Industrieanlagen (wie jüngst in Wolgograd) attackiert, besitzt Russland weiterhin eine drastische Überlegenheit bei ballistischen Raketen, deren Produktion im Land ungebrochen hoch läuft.
- Dynamische Front im Donbass: An den Bodenfronten im Osten, insbesondere im Raum Sloviansk und Kramatorsk, versuchen russische Truppen den ukrainischen Druck einzudämmen. Zwar gelang es der Ukraine punktuell, Erfolge wie bei Lyman zu erzielen, doch Russlands Druck auf den verbleibenden „Festungsgürtel“ bleibt immens. Putin drohte dem Westen jüngst erneut, dass jeder Versuch, Russland eine strategische Niederlage zuzufügen, den Konflikt in seine „brutalste Phase“ stürzen werde.
Lage in Russland "Wirtschaft und Militär"
Stand: 01. Oktober 2026
In Russland ist die Lage am 01. Oktober 2026 von einer extremen Militarisierung der Staatsfinanzen, einer beginnenden strukturellen Erschöpfung der zivilen Wirtschaft und einer personellen Aufstockung der Streitkräfte geprägt. Um den anhaltenden Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren, hat der Kreml die Ausgaben für Verteidigung auf historische Höchststände geschraubt, nimmt dafür jedoch wachsende Defizite und erhebliche Lasten für die Bevölkerung in Kauf.
Die Situation gliedert sich aktuell in folgende Kernbereiche:
📈 Wirtschaft: Künstliches Wachstum und Inflation
Auf dem Papier verzeichnet Russland zwar ein leichtes Wirtschaftswachstum, doch dieses wird rein staatlich durch die Rüstungsindustrie künstlich befeuert, während der zivile Sektor schrumpft.- Explodierendes Haushaltsdefizit: Die russische Regierung musste ihre Prognose für das Haushaltsdefizit im Jahr 2026 auf 3,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verdoppeln, da die Kriegsausgaben weitaus höher ausfallen als geplant.
- Massiver Steuer- und Preisdruck: Zur Deckung der Löcher treten weitreichende Steuererhöhungen in Kraft (u. a. Erhöhung der Einkommen- und Mehrwertsteuer auf bis zu 22 Prozent) sowie Sonderabgaben für Bergbau- und Metallunternehmen.
- Explodierende Lebenshaltungskosten: Genau zum heutigen 01. Oktober 2026 greift eine massive Erhöhung der Energie- und Nebenkosten (Strom, Gas, Wasser, Heizung) um durchschnittlich 9,9 Prozent. In Ballungsräumen wie Moskau steigt der Tarif sogar um 15 Prozent.
- Strukturelle Mängel: Der Wirtschaft fehlen durch die Mobilmachung und Flucht Millionen von Fachkräften. Gleichzeitig belasten ein extrem hoher Leitzins und westliche Sanktionen den zivilen Markt; ein Drittel der russischen Ölraffinerien steht infolge von ukrainischen Drohnenangriffen und Ersatzteilmangel still.
🪖 Militär: Rekordbudget und Truppenaufstockung
Militärisch setzt Wladimir Putin voll auf einen langwierigen Abnutzungskrieg und ordnet immer mehr Ressourcen der Front unter.- Der "Kriegshaushalt" für 2027: Der aktuelle Haushaltsentwurf, der bis zum heutigen 01. Oktober dem Parlament vorgelegt werden musste, sieht für das Jahr 2027 gigantische Militärausgaben von 17,1 Billionen Rubel (rund 178 Milliarden Euro) vor. Damit fließen im kommenden Jahr knapp 44 Prozent aller Staatsausgaben direkt in die Verteidigung und nationale Sicherheit, während im Gegenzug die Budgets für Soziales und Gesundheit drastisch gekürzt werden.
- Erhöhung der Truppenstärke: Wegen anhaltend hoher Verluste an der Front hat Putin per Dekret die Personalstärke der Armee erneut angehoben. Das Ziel liegt nun bei über 2,44 Millionen Angehörigen, davon rund 1,55 Millionen aktive Soldaten.
- Internationale Unterstützung: Da die eigene Mobilisierung an Grenzen stößt, greift Russland verstärkt auf ausländische Kämpfer zurück. Nach aktuellen Angaben befinden sich zudem bereits mehr als 8.000 nordkoreanische Soldaten auf russischem Territorium. Im Gegenzug liefert Moskau sensible Militärtechnologie an Pjöngjang.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Russland hat seine Wirtschaft vollständig in eine Kriegswirtschaft transformiert. Während die Rüstungsfabriken im Dreischichtbetrieb laufen, wird der Wohlstand der Bevölkerung sowie die Zukunft der zivilen Infrastruktur für den militärischen Erfolg an der Front geopfert.
Lage in Russland "Wirtschaft und Militär"
Stand: 27. September 2026
Am 27. September 2026 ist die Lage in Russland durch eine extreme Fokussierung auf den anhaltenden Krieg gegen die Ukraine geprägt. Während die militärische Bürokratie durch jüngste Wahlen politisch gefestigt wurde, zeigt die stark überhitzte Kriegswirtschaft immer deutlicher Risse unter der Oberfläche.
📊 Wirtschaftslage: Künstliches Wachstum und akute Überhitzung
Russlands Wirtschaft präsentiert sich im Herbst 2026 als Januskopf – auf dem Papier stabilisiert, in der Realität jedoch zunehmend fragil und strukturell geschädigt.
- Explodierende Rüstungsausgaben: Trotz ursprünglicher Ankündigungen, die Ausgaben zu senken, wächst das Militärbudget ungebremst weiter und steuert bis Ende 2026 auf astronomische neun Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu.
- Täuschendes Wachstum & Stagnation: Das vermeintliche Wirtschaftswachstum ist künstlich. Es wird primär durch staatliche Rüstungsaufträge generiert, die jedoch keinen realen Wohlstand für die Bevölkerung schaffen. Die Regierung musste ihre längerfristigen Wachstumsprognosen drastisch senken; die Wirtschaft stagniert strukturell.
- Preisschocks und sinkende Reserven: Die Inflation bleibt hoch, während die finanziellen Reserven des Landes kontinuierlich schrumpfen. Rund 13,5 Millionen Russen leben im Herbst 2026 unterhalb der Armutsgrenze.
- Massiver Fachkräftemangel: Durch den Kriegsdienst und Fluchtbewegungen fehlen der Wirtschaft an allen Ecken Arbeitskräfte. Dies geht inzwischen so weit, dass der Kreml versucht, Schüler nach der mittleren Reife gezielt an der Aufnahme in die Oberstufe zu hindern, um sie stattdessen frühzeitig in den Arbeitsmarkt zu drängen.
- Die Öl-Komponente: Ein zeitweiser Preisanstieg beim Rohöl auf über 100 Dollar pro Barrel infolge internationaler Konflikte spülte dem Kreml zwar temporär frisches Geld in die Kassen. Allerdings belasten verschärfte westliche Sanktionen sowie der Verlust langfristiger europäischer Partnerschaften das Budget massiv.
🪖 Militärische Lage: Verfestigung auf „Kriegsbürokratie“
Militärisch und politisch hat sich Russland vollständig auf einen langwierigen Abnutzungskrieg eingestellt.
- Die „Duma des Krieges“: Die jüngsten Dumawahlen im September 2026 endeten mit einem prognostizierten Sieg der Kreml-Partei Geeintes Russland. Politologen bewerten das neue Parlament als "Duma des Krieges", mit der Wladimir Putin die Kriegsbürokratie und Repressionen im Land weiter zementiert. Oppositionelle Antikriegs-Stimmen (wie die liberale Partei Jabloko) konnten nur minimale, vereinzelte Erfolge auf regionaler Ebene erzielen.
- Zerstörungsfeldzug gegen die Ukraine: Russland setzt im September 2026 seine Taktik fort, die ukrainische Wirtschaft und Infrastruktur systematisch zu zerstören. Massive Luft- und Raketenangriffe richten immense Schäden an zivilen Objekten und dem ukrainischen Energienetz an, um das Nachbarland vor dem anstehenden Winter wirtschaftlich in die Knie zu zwingen.
- Materialschlacht an der Front: Russland stützt sich auf immense Materialmengen – Schätzungen für 2026 gehen von einem aktiven Arsenal von mehreren Tausend Kampfpanzern und weit über hunderttausend gepanzerten Fahrzeugen aus. Dennoch ist der Materialverschleiß enorm und der Drohnenkrieg beider Seiten verschlingt immense Ressourcen.
- Gegenwind für den Kreml: Der Krieg findet längst nicht mehr nur auf ukrainischem Boden statt. Ukrainische Gegenschläge, insbesondere Drohnenangriffe auf russische Raffinerien und logistische Knotenpunkte, fressen die russischen Budget-Sonderkonjunkturen spürbar auf.
Zusammenfassend opfert der Kreml im September 2026 die wirtschaftliche Zukunft und die Demografie des eigenen Landes, um die militärische Aggression im Hier und Jetzt aufrechtzuerhalten.
Aktuelle Wirtschaftslage in Russland
Stand: 17. September 2026
Die Wirtschaftslage in Russland befindet sich am 17. September 2026 in einer Phase massiver Anspannung, die durch eine tiefgreifende Wirtschaftskrise, stark verlangsamtes Wachstum und verschärften internationalen Druck geprägt ist. Zwar ist ein vollständiger Kollaps bislang ausgeblieben, doch die Belastungen des mittlerweile fünften Kriegsjahres treten immer deutlicher zutage.
Die aktuelle Situation lässt sich in folgende Kernbereiche unterteilen:
📊 Drastische Wachstumsverlangsamung & Rezessionsgefahr
- Wachstumseinbruch: Nach vorübergehenden Wachstumsphasen in den Jahren 2023 und 2024, die vor allem durch die massive staatliche Finanzierung der Rüstungsindustrie getrieben waren (Rüstungsboom), ist die Dynamik weitgehend verpufft. Für das Gesamtjahr 2026 prognostizieren Ökonomen laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) nur noch ein minimales Plus von 0,5 Prozent.
- Rezessionsszenario: Wirtschafts- und Finanzexperten warnen zunehmend vor einer handfesten Rezession und einer rapiden Verschlechterung der ökonomischen Basisdaten.
⚠️ Inflation und Konsumflaute im Alltag
- Preiseffekte für Bürger: Die russische Bevölkerung spürt die wirtschaftlichen Folgen des anhaltenden Krieges immer direkter. Eine beständig steigende Inflation und eine spürbare Konsumflaute setzen der Binnenwirtschaft schwer zu.
- Flucht von Fachkräften: Im Zuge des wirtschaftlichen und politischen Drucks – insbesondere vor dem Hintergrund der am 18. September beginnenden Parlamentswahlen zur Staatsduma – fliehen weiterhin viele Männer und gut ausgebildete Fachkräfte ins Ausland, was den inländischen Fachkräftemangel verschärft.
⚡ Infrastrukturelle Schäden und Rohstoffexporte
- Angriffe auf Schlüsselsektoren: Die Schäden an der eigenen Infrastruktur nehmen zu. Ukrainische Drohnenangriffe haben erst in dieser Woche erneut wichtige russische Top-Raffinerien lahmgelegt, was die Treibstoffproduktion direkt beeinträchtigt.
- Die BRICS-Zapfsäule: Nach wie vor fließt viel Öl aus den erschlossenen Gebieten in Westsibirien. Russland fungiert weiterhin als wichtiger Energielieferant für Partner im BRICS-Block, da vor allem China und Indien das sanktionierte russische Öl zu vergünstigten Preisen aufkaufen. Auch die Europäer haben sich noch nicht vollständig von russischem Pipeline-Gas gelöst.
➡️ Neuer wirtschaftlicher Druck durch die USA
- Lindsey-Graham-Sanktionspaket: Am heutigen 17. September hat der US-Kongress ein historisch scharfes Sanktionspaket verabschiedet. Nachdem bereits der Senat zugestimmt hatte, passierte das Gesetz nun auch das Repräsentantenhaus. Es muss lediglich noch von US-Präsident Donald Trump unterzeichnet werden.
- Visier auf Chinas und Indiens Handel: Das neue Paket zielt massiv auf die russischen Energieexporte und die sogenannte „Schattenflotte“ ab. Es ermächtigt den US-Präsidenten, Strafzölle von bis zu 100 Prozent auf Importe aus Ländern wie China und Indien zu erheben, sollten diese weiterhin in großem Stil russische Energieprodukte abnehmen. Diese Maßnahmen könnten die russischen Exporteinnahmen mittelfristig empfindlich einbrechen lassen.
Bewertung Russland "Militär und Wirtschaft"
Stand: September 2026
Aktuelle Lageberichte und Wirtschaftsdaten zeigen, dass Russland seine Kriegswirtschaft nach viereinhalb Jahren Konflikt massiv intensiviert hat, dabei jedoch zunehmend unter strukturellem und finanziellem Druck steht.
⚔️ Kriegsführung und Militärstrategie
- Massiver Drohnen- und Abwehrkrieg: Russland meldete binnen 24 Stunden den Abschuss von über 1.000 ukrainischen Drohnen – allein 777 in einer einzigen Nacht über mehreren Regionen und der Krim. Gleichzeitig führt die russische Armee heftige Luftangriffe mit Drohnen und Gleitbomben auf Kiew und die Ostukraine durch, bei denen wichtige Infrastruktur wie Tankstellen und Logistikzentren zerstört wurden.
- Hybride Kriegsführung im Westen: Dem Kreml werden verstärkt Sabotageakte und hybride Angriffe in Europa vorgeworfen. Jüngst führte die Entdeckung einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle (August 2026) zu diplomatischen Vergeltungsmaßnahmen und harten Drohungen aus Moskau gegen deutsche Rüstungsbetriebe.
- Nukleare Drohungen: Angesichts von Diskussionen über eine nukleare Teilhabe Litauens warnte der Kreml das EU-Land deutlich und drohte damit, das litauische Territorium ins Visier der eigenen Atomwaffen zu nehmen.
- Internationale Allianzen: Wladimir Putin befindet sich aktuell zum BRICS-Gipfel in Neu-Delhi (Indien), um die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen abseits des Westens zu festigen.
📉 Wirtschaftliche Lage und Staatsfinanzen
- Explodierende Militärausgaben: Berechnungen zufolge stiegen Russlands Militärausgaben allein im ersten Quartal um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (auf ca. 5,9 Billionen Rubel / 59 Milliarden Euro). Ein Großteil des Haushalts wird inzwischen geheim gehalten.
- Künstliches Wachstum & Stagnation: Auf dem Papier wuchs das BIP im zweiten Quartal 2026 zwar im Jahresvergleich um 1,3 Prozent – dieses Wachstum wird jedoch rein durch die Rüstungsindustrie getrieben (Wertschöpfung +20 %). Der zivile Sektor stagniert völlig (+0,4 %) und liegt inflationsbereinigt weit unter dem Niveau von 2020.
- Gegensteuernde Geldpolitik: Wegen des anhaltend hohen Preisdrucks hält die russische Zentralbank unter Elvira Nabiullina den Leitzins auf extrem hohen 14 Prozent. Die Inflation liegt aktuell bei rund 6 bis 7 Prozent. Die Zentralbank warnt vor einem massiven Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, da der Staat Arbeitskräfte und Ressourcen für den Krieg absaugt ("Crowding-out-Effekt").
- Haushaltsdefizit und Steuererhöhungen: Für das Gesamtjahr 2026 wird mit einem strukturellen Haushaltsdefizit von zwei Prozent des BIP gerechnet. Um die Kriegskosten zu decken, hob der Kreml Anfang 2026 den Spitzensteuersatz der Einkommensteuer sowie die Mehrwertsteuer auf 22 Prozent an.
- Verletzlichkeit der Energie-Infrastruktur: Durch gezielte ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien brach die Benzinproduktion im Land im Sommer drastisch ein (teilweise um 25 %). Zwar spülen globale Konflikte wie im Nahen Osten temporär wieder Geld über den Ölpreis in die Kassen, die westlichen Sanktionen gegen die russische "Schattenflotte" und Finanzinstitute wurden von der EU und den USA jedoch im Juli/August abermals massiv verschärft.



